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Aserbaidschan (11/197)

Aserbaidschan liegt in Zentralasien am Kaspischen Meer.

Karte_Aserbaidschan

Das milde Klima des Landes lässt Gemüse, Obst, aromatische Kräuter und Gewürze im Überfluss gedeihen. Diese große Vielfalt an frischen Zutaten in Verbindung mit einer jahrtausendealter Kultur hat die Küche Aserbaidschans zu einer der vielfältigsten und gesündesten der Welt gemacht.
Die aserbaidschanische Küche ist geprägt von orientalischen und kaukasischen Einflüssen und ist der seines Nachbarlandes Armenien sehr ähnlich.

Eine typisch aserbaidschanische Zutat sind Granatapfelkerne, die sowohl in süßen, aber auch in herzhaften Gerichten und Salaten ihre Verwendung finden.
Die direkte Lage am Meer bietet eine Auswahl verschiedenster Fischsorten: Lachs, Hering, und Zander, aber auch der seltene Stör können hier gefangen werden. Letzterer ist eine Delikatesse des Landes und produziert den berühmten Kaviar aus dem Kaspischen Meer. Er wird in Aserbaidschan Kuru genannt und ist auch hier ein Luxusgut und dementsprechend teuer.
Das Land ist berühmt für seine Reispilaws (Plov) und seine reichhaltigen und herzhaft gewürzten Suppen, die meist sowohl Vorspeise als auch Hauptgericht sind. Zum Beispiel Dowga, eine Suppe aus scharfem Joghurt, Spinat, Kräutern und Reis oder Piti, ein Eintopf aus Hammelfleisch und Kichererbsen.
Ein bekanntes und beliebtes Getränk in Aserbaidschan ist Schärbät, ein erfrischendes Mixgetränk aus Milch, Safran, Zucker und Zitrone mit Minze, Basilikum oder Fruchtsaft.


MENÜ

Vorspeise:
Nar Salati
Kartoffelsalat mit Granatapfelkernen

Hauptspeise:
Parcha-Dosheme Plov
Reis-Pilaw mit Huhn

Da wir immer noch satt sind von unserer reichhaltigen armenischen Tafel, fällt das Menü diesmal etwas kleiner aus.


REZEPTE

Nar Salati
Kartoffelsalat mit Granatapfelkernen

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Zeitaufwand:
15 Minuten

Zutaten:
Für 4 Personen als Vorspeise oder Beilage

1 mittelgroßer Granatapfel
4 große festkochende Kartoffeln
1 kleine rote Zwiebel
3-4 EL frische Kräuter
(z.B. Koriander oder Dill)
4 EL Mayonnaise oder griechischer Joghurt
(oder eine Mischung aus beidem)
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in kleine Scheiben schneiden und ca. 15 Minuten kochen bis sie gar sind. Abgießen und etwas abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Kerne aus dem Granatapfel lösen und in eine Schüssel geben. Dabei unbedingt darauf achten dass nur Kerne in der Schüssel landen. Die weißen Zwischenhäute sind hart und bitter.

Zwiebel in feine halbe Ringe schneiden, Kräuter hacken und beides zu den Granatapfelkernen geben. Abgekühlte Kartoffelscheiben dazugeben.

In einer kleinen Schüssel das Dressing aus Mayonnaise und/oder Joghurt, Salz und Pfeffer rühren.

Dressing über den Salat geben, gut durchrühren und etwas ziehen lassen.

Vor dem servieren evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wem das Dressing zu dickflüssig ist kann auch noch einen Schuss Sahne oder Milch unterrühren.

Unsere Wertung:
Eine super leckere Kartoffelsalatvariante, die auch optisch richtig was hermacht. Ein schöner Blickfang für jedes Salatbuffet und ein tolles Mitbringsel zur Grill- oder Gartenparty.
7,5/10 Punkte


Parcha-Dosheme Plov
Reis-Pilaw mit Huhn

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Plov ist das Nationalgericht Aserbaidschans. Dieses Rezept ist nur eine von vielen unterschiedlichen Plov-Varianten die das Land zu bieten hat.

Zeitaufwand:
ca. 1,5 Stunden

Zutaten:
Für 4-6 Personen

3 Tassen Basmati Reis
4 EL Butter
1 Tasse geschälte Maroni
1 getrocknete Pflaumen
1/2 Tasse getrocknete Aprikosen
1/2 Tasse Rosinen
1/2 Tasse Datteln
700 g Hühnerbrust
1 Zwiebel
1/3 TL gemahlener Safran
Salz
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Reis ca. 5 Minuten (Zeit variiert je nach Reissorte) halb gar kochen, abgießen und beiseite stellen. Er sollte unbedingt noch bissfest sein.

Inzwischen die Maroni und die Trockenfrüchte in mundgerechte Stücke schneiden.

2 EL Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und die Maroni für etwa drei Minuten unter Rühren leicht anbraten.

Aprikosen, Datteln und Pflaumen hinzufügen und für weitere drei Minuten in der Butter anbraten. Danach die Rosinen unterrühren. und von der Platte nehmen.

Hühnerbrust in 3-5 cm große Würfel schneiden, Zwiebel dünn in halbe Ringe schneiden.

2 EL Butter in einem großen verschließbaren Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Die Hühnerbrust dazu geben und gleichmäßig am Boden des Topfes verteilen. 1/2 TL Salz und etwas Pfeffer darüber geben, mit den Zwiebeln bedecken und für ca. 3 Minuten dünsten lassen.

1 EL Butter bei geringer Hitze schmelzen lassen.

Nun die Hälfte vom Reis über Huhn und Zwiebeln geben, die Maroni-Frucht-Mischung darauf verteilen und dann die zweite Hälfte vom Reis darübergeben. Die zerlassene Butter über den Reis gießen.

Ein sauberes Küchentuch über den Topf legen. Deckel auflegen und die Ecken des Tuches nach oben klappen so dass sie nicht zu nah an der Herdplatte sind. Für 30 Minuten auf sehr kleiner Flamme (so dass das Fleisch unten nicht anbrennt!) lassen ohne zu rühren oder den Deckel abzunehmen.

In der Zwischenzeit den Safran mit 3 EL Wasser verrühren bis das Wasser eine orange-gelbe Farbe annimmt.

Nach den 30 Minuten das Safran-Wasser über den Reis verteilen und für weitere 30 Minuten auf dem Herd lassen.

Am Ende sollte der Reis schön locker sein und das Fleisch eine goldene Farbe angenommen haben.

Aus dem Topf nehmen und auf einer großen Servierplatte anrichten.

Unsere Wertung:
Geschmacklich nicht schlecht, aber leider ist es uns nicht ganz gelungen. Die Fleischstückchen waren unten ziemlich angebrannt statt golden und dadurch auch viel zu trocken. Vermutlich hätte man die Hitze beim garen noch um einiges niedriger stellen müssen, darauf sollte man also unbedingt achten! Abgesehen davon hat es uns auch etwas an Würze gefehlt.
5
/10 Punkte


UNSER FAZIT:

Aserbaidschan wurde von uns (durch die Ähnlichkeit zu Armenien von letzter Woche) leider nicht so sehr beachtet und geschätzt wie es das Land verdient hätte. Es lohnt sich bestimmt sich noch etwas mehr mit diesem Land und seinen kulinarischen Schätzen auseinanderzusetzen.
Jetzt freuen wir uns erstmal auf unseren Lieblingskontinent und Äthiopien!


REZEPTIDEEN UND INSPIRATION:

http://azembassy.de/index.php/allgemeines/aserbaidschanische-kueche
http://www.cuisimonde.com/die-kuechen-asiens/vorderasien/die-kueche-aserbaidschans.html
http://schlaraffenwelt.de/2012/05/28/spezialitaeten-aus-aserbaidschan/
http://www.azcookbook.com

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