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Belize (20/197)

Erstmal noch ein gutes neues Jahr an alle treuen Leser! Ich hoffe ihr habt euch nicht vorgenommen abzunehmen! 🙂
Unser Vorsatz für 2017 ist, etwas öfter für die Schlemmerweltreise zu kochen. Das Kochen selbst ist meist nicht das Problem, eher scheitert es daran, dass das Schreiben der Blogbeiträge sehr zeitaufwändig ist. Deshalb habe ich beschlossen einiges etwas stichpunktartiger zu verfassen. Die Information bleibt die gleiche, aber es kostet weniger Zeit. So kommen hoffentlich alle in Zukunft etwas öfter in den Genuss (im wahrsten Sinne des Wortes) unserer Kochreise. Jetzt aber zu unserem ersten Ziel in diesem Jahr:

Belize ist ein kleines mittelamerikanisches Land am karibischen Meer, das an Mexiko und Guatemala grenzt. Der Staat Belize entstand im Jahre 1981 aus der Kolonie Britisch-Honduras, Englisch ist bis heute Amtssprache geblieben.

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Drei ethnische Gruppen bilden gemeinsam den größten Teil der Bevölkerung und haben das Land kulturell und somit auch kulinarisch beeinflusst.
Die größte Bevölkerungsgruppe sind die Maya/Mestizen mit sowohl weißen als auch indigenen Vorfahren. Sie repräsentieren die typisch mittelamerikanisch Küche, mit Zutaten wie Mais und Bohnen.
Die zweite Gruppe sind die belizischen Kreolen. Sie stammen von Sklaven und Saisonarbeitern von den kleinen Antillen ab, die die typisch karibische Küche mit viel Fisch, Kokosnuss, Reis und Bohnen nach Belize brachten,
Die dritte Gruppe bilden die Garifuna. Sie haben ihre ganz eigene Küche, in der besonders gerne Maniok und Kochbananen zum Einsatz kommen. Die Garifuna sollen aus einer Verschmelzung westafrikanischer Sklaven und Einwohnern der Karibik entstanden sein. im Jahre 1635 soll ein spanisches Schiff mit nigerianischen Sklaven an Bord vor der Insel St.Vincent Schiffbruch erlitten haben. Die Sklaven konnten fliehen und wurden von den Inselbewohnern aufgenommen.
Die restliche Bevölkerung Belizes besteht aus Einwanderern arabischer Länder, Chinas, Indiens, den USA oder Großbritannien und aus deutschstämmigen Mennoniten. Aus dieser bunten Mischung der Kulturen, gepaart mit Einflüssen aus der Kolonialzeit und aus dem Nachbarland Mexiko, ist die abwechslungsreiche belizische Küche entstanden.
Da Belize ein sehr fruchtbares Land ist, basieren viele Gerichte auf regionalen Zutaten. Bereits seit den Mayas werden Mais und verschiedenste Bohnen kultiviert. Aus dem karibischen Meer werden täglich frischer Fisch und Meeresfrüchte gefangen, die ebenso häufig wie gerne von den Einwohnern gegessen werden. Auch die heimische Tierwelt findet Verwendung in der belizischen Küche, z.B. das Gibnut bzw. Paka, ein mit dem Meerschweinchen verwandtes Nagetier.

Essgewohnheiten:
Die Belizier essen in der Regel 3 Mahlzeiten am Tag, wobei das Mittagessen meist die Hauptmahlzeit ist. Immer häufiger werden aus Zeitmangel aber auch Snacks von der Straße (z.B. Garnaches, Tamales oder Panades) gegessen, die bei den Einwohnern Belizes generell sehr beliebt sind. Zum Frühstück gibt es meist Maistortillas, Fry Jacks oder Johnny Cakes mit Butter, Käse, Bohnen, Wurst und/oder Ei. Dazu trinkt man Kaffee oder Tee.

Landestypische Nahrungsmittel und Zutaten:
Grundnahrungsmittel:
– Reis, Mais, Bohnen, Cassava (Maniok)
Fleisch und Fisch:
– Huhn, Schwein, Hammel, Heimisches Wild (Gibnut, Hicatee oder Leguan)
– Fisch und Meeresfrüchte wie z.B. Conch, Langusten, Shrimps oder Hummer
Gemüse und Früchte:
– Kartoffeln, Süßkartoffeln
– Kochbananen, Tomaten, Paprika, Kohl, Chayote, Gurke, Okra, Avocado
– Bananen, Zitrusfrüchte, Kokosnuss, Ananas, Mango, Wassermelone, Guave, Soursop/Guanábana (Stachelannone), Craboo und diverse andere tropische Früchte
Kräuter und Gewürze:
– Basilikum, Thymian, Schwarzer Pfeffer, Paprika, Piment, Zimt, Vanille
– Chili (Habanero), Knoblauch, Ingwer
Recado (Gewürzmischung aus Annatto-Samen)
Mary Sharps Hot Sauce (Scharfe Soße aus Habanero Chilis)
Sonstige Zutaten:
Kokosmilch, Kokosöl, Kondensmilch, Salt Fish, Salted Beef, Pig Tail

Landestypische Gerichte:
Rice and Beans: Beschreibung siehe unten
– Stew Chicken: Beschreibung siehe unten
– Fish Seré: In Kokosmlich gekochter Fisch – Kreolisches Gericht
– Hudut: Ähnlich wie Fish Seré aber mit Kochbananenbrei serviert – Gericht der Garifuna
– Boil Up: Eintopf aus gekochten Eiern; Fisch oder Pig Tail; Cassava, Kochbananen, Yams und/oder Süßkartoffeln; Tomatensoße – Kreolisches Nationalgericht
– Cochinita Pibil: Schweinefleisch mit Recado, Zwiebeln, Tomate, Koriander, scharfer Sauce – Belizische Spezialität und traditionelles Gericht der Maya. Ursprünglich in einem Lehmofen mit Feuerholz zubereitet, in dem das marinierte und in Blätter gewickelte Schweinefleisch langsam gegart wird
– Cow Foot Soup: Suppe mit Kuhfuß und Gemüse
– Escabeche: Zwiebelsuppe mit Huhn aus der Maya-Mestizo-Küche
– Chirmole: Suppe mit Huhn und Gemüse
– Ceviche: Beschreibung siehe unten
Garnaches, Tamales, Tamalitos, Panades: Belizische Snacks aus der Maya-Mestizo-Küche
Cassava Bread, Johnny Cakes, Fry Jacks: Belizisches Brot bzw. Brötchen
– Fruit Cake: Kuchen mit kandierten Früchten – meist an Feiertagen serviert, besonders zu Weihnachten
Weitere belizische Süßspeisen: Powda Buns, Potato Pound, Soursop Icecream oder Craboo Icecream, Papaya Cheese Cake, Cassava Cake
Getränke: Tee oder Kaffee mit Kondensmilch, Fruchtsäfte, karibischer Rum, Belikin Beer, Weine aus Cashewfrucht, Beeren (z.B. Craboo) und Früchten


MENÜ
Bei der Menge an interessanten Gerichten war es diesmal nicht leicht das richtige Menü zu finden. Die Qual der Wahl sozusagen, denn die große Auswahl an Rezepten hätte locker noch für ein zweites Menü gereicht: z.B. Escabeche, Hudut und Papaya Cheese Cake… vielleicht dann bei der zweiten Runde um die Welt 😉

Vorspeise:
Belizean Shrimp Ceviche
Shrimps in Limettensaft mit Tomate und Koriander

Hauptspeise:
Stew Chicken
Geschmortes Huhn
mit
Recado
Rote Würzpaste

Beilagen:
Belizean Rice and Beans
In Kokosmilch gekochter Reis mit Bohnen
und
Belizean Potato Salad
Belizischer Kartoffelsalat

Nachspeise:
Powder Buns
Belizisches Gebäck

Besondere Zutaten:
– Recado: Im Internet erhältlich oder selber machen
Annato-Samen: Haben wir in einem großen Asia-Markt gefunden, ansonsten im Internet


REZEPTE

Belizean Shrimp Ceviche
Shrimps in Limettensaft mit Tomate und Koriander

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Ceviche gibt es in vielen Ländern Zentral- und Südamerikas, wobei es seinen Ursprung in Peru haben soll. Typisch ist, dass roher Fisch verwendet wird, der mit der sogenannten Kaltgarmethode in Limettensaft gegart wird. In Belize wird Ceviche meist mit Conch (bei uns leider nicht erhältlich) oder Shrimps zubereitet.

Zeitaufwand:
15 Minuten  + mind. 1 Stunde Ziehzeit

Zutaten:
Für 4 Personen als Vorspeise

250 g Shrimps
300 g Tomaten
1 große Zwiebel
1 kleiner Bund Koriander
1 Habanero Chili
5 Limetten
¼ EL schwarzer Pfeffer
1 TL Salz

Zubereitung:
Limetten auspressen und den Saft in eine Schüssel geben.

In Belize werden für Ceviche frische Shrimps verwendet, die roh in den Limettensaft gegeben werden und durch die Säure kaltgegart werden. Dies Methode sollte man allerdings nur anwenden wenn die Shrimps wirklich sehr frisch sind. Ansonsten kann man sie für ca. 3 Minuten in kochendes Wasser geben bis sie die typische rosa Farbe annehmen.
Wir haben für diese Rezept gefrorene Shrimps verwendet, die bereits gekocht sind.
Frische, gekochte oder aufgetaute Shrimps in beliebig kleine Stücke schneiden (mindestens halbieren) und zum Limettensaft in die Schüssel geben. Gut verrühren.

Tomaten und Zwiebel würfeln, Chili sehr fein hacken, Koriander hacken und alles mit den Shrimps im Limettensaft verrühren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren für einige Stunden kalt stellen.

Unsere Wertung:
Die Mischung aus saurer Limette, scharfer Habanero und Koriander ist sehr exotisch und erfrischend. Ein perfektes Gericht für einen heißen Sommertag (oder für einen Tag im sonnigen Belize). Aber auch an einem kalten und verschneiten Wintertag hat es uns hervorragend geschmeckt.
7,5/10 Punkte


Stew Chicken
Geschmortes Huhn

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Ein Klassiker aus der kreolischen Küche, der typischerweise mit Rice and Beans, Potato Salad oder Coleslaw und manchmal Fried Plantains (gebratene Kochbananen) serviert wird. Traditionelles Sonntagsessen der belizischen Einwohner und auf jeder Speisekarte im Land zu finden.

Zeitaufwand:
30 Minuten + 1 Stunde Marinierzeit + 1-2 Stunden Kochzeit

Zutaten:
Für 4 Personen

4 große Hühnerschenkel
2-3 EL Recado (Rezept siehe unten)
1 grüne Paprika
1 Zwiebel
1 reife Tomate
2-3 Knoblauchzehen
2 EL Limettensaft
1 EL Worcestersauce
1-2 EL Kokosöl
1-2 TL brauner Zucker
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Thymian
1 EL frischer Koriander, gehackt
1 TL Salz
½ TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Recado-Paste (Rezept siehe unten) mit Limettensaft und Worcestersoße verrühren. Huhn leicht salzen und mit der Paste einreiben.
Mind. 1 Stunde im Kühlschrank marinieren lassen.

in der Zwischenzeit Paprika und Zwiebel würfeln, Knoblauch fein hacken.

Kokosöl erhitzen, Zucker dazu geben und schmelzen lassen. Die Hühnerschenkel bei hoher Flamme von allen Seiten gut anbräunen, evtl. in mehreren Etappen wenn die Pfanne nicht groß genug ist. Hühnerschenkel herausnehmen und beiseite stellen.

Evtl. noch etwas Öl in die Pfanne geben, Paprika, Zwiebel und Knoblauch bei kleiner bis mittlerer Hitze für einige Minuten weich dünsten.

1 Tomate würfeln und zusammen mit der Marinade, den Gewürzen und dem Koriander dazu geben. Salzen und Pfeffern und soviel Wasser angießen dass das Fleisch fast komplett bedeckt ist. Für 1-2 Stunden ohne Deckel leicht köcheln lassen. Am Ende der Kochzeit sollte das Fleisch schön zart und die Sauce dunkelbraun und leicht dickflüssig sein.

Mit Limettensaft und evtl. noch etwas Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit Rice and Beans und Potato Salad auf einem Teller servieren.

Unsere Wertung:
Gerichte mit Huhn kommen bei uns ja immer ganz gut an, und auch dieses mal war es wieder sehr lecker. Das Fleisch war wunderbar zart und die Recado-Marinade gibt dem manchmal ja etwas langweilig schmeckenden Hühnerfleisch einen intensiven und ganz besonderen Geschmack. 
8,5/10 Punkte


Recado
Rote Würzpaste

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Recado (auch bekannt unter den Namen Recado Rojo oder Achiote Paste) wird in Belize für sehr viele Gerichte verwendet, besonders zum Marinieren von Fleisch. Die Gewürzpaste findet auch in Mexiko Verwendung, besonders auf der Halbinsel Yucatan, wo sie ursprünglich wohl auch herkommt. Hauptzutat sind rote Annatto-Samen (Achiote), die der Würzmischung ihre rote Farbe und seinen besonderen, erdigen Geschmack verleihen.

Zeitaufwand:

1 Stunde  + 2 Stunden Einweichzeit

Zutaten:
Als Marinade für 4-Personen-Menge Stew Chicken

2 EL Annato Samen
5 – 10 Knoblauchzehen
1 Habanero Chilischote (optional)
ca. 40 ml frisch gepresster Orangensaft
ca. 40 ml Apfelessig
1 EL (mexikanischer) getrockneter Oregano
2 TL Kreuzkümmelsamen
1 EL schwarze Pfefferkörner
1 TL Piment
½ TL Ancho Chilipulver (optional)
2-4 TL grobes Salz

Zubereitung:
Annato Samen in Wasser für ca. 30 Minuten leicht köcheln lassen, vom Herd nehmen und für mind. 2 weitere Stunden im Wasser einweichen lassen.

Oregano und Kreuzkümmel in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer bis hoher Hitze für einige Minuten anrösten. Dabei immer wieder umrühren damit die Gewürze nicht verbrennen.
Abkühlen lassen und zusammen mit den anderen Gewürzen (außer Salz) in einem Mörser fein zermahlen.

Gewürze aus dem Mörser nehmen, eingeweichte Annato Samen hineingeben und zerreiben. Knoblauch pressen oder reiben und mit dem Salz zu den Samen geben. Alles zusammen nochmals fein zerreiben.

Nun die Paste in eine Schüssel geben und die gemahlenen Gewürze unterrühren.

Orangensaft mit Apfelessig vermengen und nach und nach zur Gewürzpaste dazugeben bis eine feuchte und möglichst glatte, homogene Paste entsteht. Eventuell wird nicht die gesamte Flüssigkeit benötigt.

Vor der Verwendung möglichst für einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Reste können für einige Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Unsere Wertung:
Die leicht erdige Geschmack der Annatto-Samen ist wirklich etwas ganz besonderes, das man vorher so noch nicht kannte. Die Herstellung im Mörser ist etwas kräftezehrend, aber es ist die Mühe wert!
9/10 Punkte


Belizean Rice and Beans
In Kokosmilch gekochter Reis mit Bohnen

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Rice and Beans sind das ultimative belizische Nationalgericht das zu allen Gelegenheiten gegessen wird. Reis und Bohnen werden gemeinsam im gleichen Topf zubereitet (wobei der Reis In Belize typischerweise auf kreolische Art in Kokosmilch gekocht wird).
Nicht zu verwechseln mit Beans and Rice! Hierbei handelt es sich tatsächlich um ein anderes Gericht, bei dem Reis und Bohnen getrennt voneinander zubereitet und serviert werden.

Zeitaufwand:
15 Minuten  + 2 Stunden Kochzeit +  8 Stunden Einweichzeit

Zutaten:
Für 6-8 Personen als Beilage

250 g getrocknete Kidney Bohnen
400 g Reis
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
250 ml Kokosmilch
1 TL getrockneter Thymian
2 TL Salz
½ TL Schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Bohnen über Nacht einweichen.

Zwiebel und Knoblauch fein hacken.

Bohnen zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch für ca. 2 Stunden kochen bis sie weich sind. Dabei immer wieder nachsehen ob noch genügend Wasser im Topf ist und evtl. nachgießen.

Wenn die Bohnen weich sind in ein Sieb abgießen und Kochwasser dabei in einem Messbecher auffangen. Kokosmilch und evtl. etwas Wasser dazugeben bis die richtige Menge Flüssigkeit erreicht ist um den Reis gar zu kochen (In der Regel 2 Tassen Wasser für eine Tasse Reis, wenn nicht anderes angegeben).
Bohnen mit der Flüssigkeit wieder zurück in den Topf geben.

Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen, Reis dazugeben, alles gut durchrühren und aufkochen lassen. Zugedeckt bei geringer Wärmezufuhr kochen lassen bis der Reis die gesamte Flüssigkeit aufgesaugt hat bzw. für die Kochzeit die auf der Reisverpackung vermerkt ist. Nicht mehr umrühren, da der Reis sonst matschig wird.

Unsere Wertung:
In Begeisterungsstürme bricht bei Reis mit Bohnen sicherlich keiner aus, aber die Zubereitung mit Kokosmilch war auf jeden Fall interessant und es eignete sich bestens als Beilage zum Stew Chicken.
6/10 Punkte


Belizean Potato Salad
Belizischer Kartoffelsalat

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Typische Beilage zu Rice and Beans mit Stew Chicken.

Zeitaufwand:
30 Minuten  + mind. 1 Stunde Ziehzeit

Zutaten:
Für 8 Personen als Beilage

1,5 kg Kartoffeln
4 hartgekochte Eier
1 Dosen Erbsen und Karotten
1 Stange Staudensellerie
1 kleine Zwiebel
300 g Salatcreme (Heinz Salad Cream, wenn möglich)
ca. 100 ml Kondensmilch
1-2 TL Senf
1 TL Salz
½ TL Schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Kartoffeln ungeschält gar kochen. Sie sollten weich sein, aber nicht auseinander fallen. Danach in kaltem Wasser abkühlen lassen.

Eier hart kochen und ebenfalls in kaltem Wasser abkühlen lassen.

Zwiebel und Sellerie fein würfeln. Abgekühlte Eier fein hacken.

Abgekühlte Kartoffeln pellen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Alles zusammen mit den abgegossenen Erbsen und Karotten in eine Schüssel geben

Salatcreme mit dem Senf und der Kondensmilch verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. In die Schüssel geben und langsam unterrühren. wenn der Salat zu trocken erscheint evtl. noch etwas mehr Kondensmilch dazugeben.

Für ca. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen, vor dem Servieren wieder auf Zimmertemperatur bringen.

Unsere Wertung:
Ein schmackhafter, einfacher Kartoffelsalat, der sich von den Kartoffelsalaten in unseren Breiten allerdings kaum unterscheidet. Obwohl für uns Münchner allein die Zubereitung mit Mayonnaise schon exotisch genug ist… 🙂 Als Mitbringsel für das nächste Partybuffet bestens geeignet!
6,5/10 Punkte


Powder Buns
Belizisches Gebäck

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Powder Buns, in Belize auch Powda Buns genannt, sind ein mit Kokosmilch zubereitetes Gebäck, ähnlich den britischen Scones. Da sie nicht all zu süß sind, werden sie zu jeder Gelegenheit gerne gegessen. Zum Kaffee oder Tee, als Snack für unterwegs oder selbst zum Dessert-Käse. Besonders in kreolischen Haushalten sind sie sehr beliebt.
In Belize ist es üblich dass Kinder die von den Müttern gebackenen Powder Buns in der Nachbarschaft verkaufen, um sich ihr Taschengeld aufzubessern.

Zeitaufwand:
45 Minuten inkl. Backzeit

Zutaten:
Für ca. 15 Stück

240 g Mehl
100 g weißer Zucker
120 g weiche Butter
120 ml Kokosmilch
2 Eier
50 g Rosinen
60 g Kokosraspel
2 TL Backpulver
1 TL Vanille
1 TL Zimt
1/2 TL Muskat
1 Prise Salz
1-2 EL brauner Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Backofen auf 190 ℃ vorheizen.

Mehl in eine Schüssel sieben, Butter dazugeben und mit der Hand durchkneten bis eine krümelige Masse entsteht.

Backpulver, Rosinen, Koksraspel und Gewürze dazu geben und unterrühren.

Eier mit dem Zucker aufschlagen und nach und nach die Kokosmilch unterrühren. Die entstandene Mischung zu den trockenen Zutaten in die Schüssel geben und alles zu einem feuchten und klebrigen Teig verrühren.

Backblech mit Backpapier auslegen und jeweils einen gut gehäuften Esslöffel der Masse auf das Backpapier geben. dabei großzügige Abstände lassen da der Teig beim Backen etwas auseinander läuft.

Großzügig mit braunem Zucker bestreuen und für 20- 25 Minuten goldbraun backen.

Unsere Wertung:
Keine Besonderheit, aber durchaus essbar. Der Teller Powder Buns, den wir zum Kaffee serviert haben war jedenfalls schnell leer gegessen.
6,5/10 Punkte


UNSER FAZIT:

Letztendlich ist das Menü wieder sehr umfangreich ausgefallen, aber wir hatten Besuch und so hat sich die Kocherei gelohnt. Alle waren satt und zufrieden, einzig unser Gast aus Berlin wunderte sich ein wenig über den „Berliner Kartoffelsalat“ auf seinem Teller 😀
Redaco und Annatto-Samen kannten wir vorher gar nicht, so konnte Belize auch unser kulinarisches Wissen mal wieder erweitern. Interessant ist auch wie sich die karibischen Küchen (einige haben wir ja schon probiert) trotz aller Ähnlichkeiten doch immer wieder unterscheiden und alle ihren ganz eigenen Charakter haben.
Jetzt freuen wir uns riesig auf die von uns heiß geliebte afrikanische Küche, denn wir reisen (schon sehr bald) nach Benin!


REZEPTIDEEN UND INSPIRATION:

https://www.cuisimonde.com/die-kueche-nord-und-mittelamerikas-und-der-karibik/mittelamerika/die-kueche-belizes.html
http://www.lecker.de/rezepte-aus-belize-50124.html
https://en.wikipedia.org/wiki/Belizean_cuisine
http://www.belizeglobe.com/belize-food/
http://belizenewspost.com
http://ambergriscaye.com/forum/ubbthreads.php/forums/44/1/food-recipes.html
https://www.youtube.com/channel/UCblAe4rreZY5vxLP6yQH2AQ?spfreload=10
http://thejewelrecipes.blogspot.de/2012/02/today-i-will-share-with-you-my-favorite.html
https://belize-travel-blog.chaacreek.com/2015/01/belize-recipes-stew-chicken-with-rice-beans/
http://thelatinkitchen.com/r/recipe/belizean-chicken-stew
https://www.thespicehouse.com/recipes/recado-rojo-red-achiote-paste-recipe
http://www.whats4eats.com/sauces/recado-rojo-recipe
http://www.belizeforum.com/belize/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=162997
https://recipes.sparkpeople.com/recipe-detail.asp?recipe=283498

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