Archiv der Kategorie: Südamerika

Argentinien (9/197)

Ziel unsere Reise ist heute Argentinien, das zweitgrößte Land Südamerikas.

Karte_Argentinien

In der argentinischen Küche zeigt sich der Einfluss verschiedener Einwanderer so deutlich
wie fast nirgendwo sonst.
Von den Italienischen Einwanderer haben die Argentinier vor allem die Vorliebe für Pizza- und Pastagerichte. Aber auch andere Traditionen, wie z.B. der Panettone zu Weihnachten (In Argentinien: Pan dulce) wurden übernommen.
Auch die Spanier haben das Land sehr geprägt, schließlich stand es einmal unter spanischer Kolonialherrschaft. Viele Nachspeisen (z.B. Flan und Alfajor) haben Ihre Wurzeln in der spanischen Küche. Aber auch herzhafte Gerichte, wie die in Argentinien überaus beliebten Empanadas, wurden von den spanischen Einwanderern ins Land gebracht.
Viele bekannte Gerichte (darunter hauptsächlich Eintöpfe) stammen aber noch aus dem kulturelle Erbe der argentinischen Ureinwohner und können auf lange Traditionen zurückblicken.

Als Vegetarier hat man es in Argentinien nicht leicht. Zwar gedeihen dort fast alle Gemüsesorten dieser Erde, doch in kaum einem anderen Land wird so viel Fleisch gegessen. Da In der Kolonialzeit große Herden von ausgewilderten Rindern in der Pampa lebten, war Rindfleisch stets im Überfluss vorhanden und somit das einfachste und preiswerteste Essen. Auch heute noch liefern über 50 Millionen argentinische Rinder besonders saftiges und aromatisches Fleisch, denn sie halten sich das ganze Jahr unter freiem Himmel auf und fressen das zarte Gras der Pampa. Heutzutage ist man in Argentinien aber auch anderen Fleischsorten (wie z.B. Lamm oder Huhn) sehr gerne.
Neben der berühmten Rinderzucht gilt Argentinien auch als Kornkammer Südamerikas. Viele traditionelle Gerichte werden auf der Basis von Mais zubereitet. So z.B. der berühmte Maiseintopf Locro oder das so genannte Humitas en chala. Die Humitas bestehen aus Maismehl, das zusammen mit anderen Zutaten zu einem Teig verarbeitet wird und dann in Maisschalen gewickelt gar gekocht wird. Maisgerichte findet man hauptsächlich im Nordwesten des Landes, wo noch Teile der Bevölkerung indianischen Ursprungs sind.
Besonders eng mit den alten Traditionen verbunden sind die argentinischen Eintöpfe, wie der bereits genannte Locro, Puchero oder Guiso. Hier kommen neben Fleisch auch viele Gemüsesorten wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Kürbis, Karotten, Mangold, Tomaten und Bohnen zum Einsatz.
Eine süße Spezialität gilt in Argentinien schon fast als Grundnahrungsmittel: Dulce de leche, eine besonders dickflüssige, hellbraune Karamellcreme die zu jeder Tageszeit gegessen wird. Zum Frühstück als Brotaufstrich, am Nachmittag im Gebäck und Abends als Basis in Desserts. Sogar ein Likör wird daraus hergestellt. Dulce de leche darf in keinem argentinischen Haushalt fehlen.
Das Nationalgetränk des Landes ist der Mate, ein Kräutertee für den die Blätter des Yerbabusches aufgebrüht werden. Der Geschmack ist herb und bitter und für unsereins wohl eher gewöhnungsbedürftig. Aber er ist sehr vitaminreich und gesund. Da er Koffein enthält trinken ihn die Argentinier gerne am Nachmittag zum wach werden. Aber nicht nur der Tee an sich ist etwas besonderes, sondern auch die damit verbundene Zeremonie. Mate wird traditionell in der Gruppe getrunken. Dabei verwenden alle das selbe Gefäß, aus dem reihum getrunken wird. Bei dem Gefäß handelt es sich um einen ausgehöhlter Kürbis, die so genannte Kalebasse. Der indianische Name für dieses Gefäß ist Mate, daher hat der Tee seinen Namen.
Nicht zuletzt ist Argentinien natürlich auch bekannt für seine guten Weine, die vor allem im Westen des Landes angebaut werden. 70 Prozent der Anbauflächen liegen in der Provinz Mendoza. Argentinien ist der fünftgrößte Weinproduzent weltweit.

Das Frühstück spielt in Argentinien keine große Rolle. Man trinkt Mate oder Kaffee und isst Tostadas (getoastete Weißbrotstückchen) oder Medialunas (Croissants) dazu.
Das Mittagessen ist in der Regel eine kräftige warme Mahlzeit, jedoch nicht so üppig wie das Abendessen.
Am Nachmittag gibt es die sogenannte Merienda, einen Nachmittagskaffee (oder Mate) zu dem einfaches Gebäck serviert wird und am frühen Abend die Picada, zu der man (oft verbunden mit einem Bier unter Kollegen oder Freunden) eine Platte mit Oliven, Wurst- und Käsestücken ist.
Das Abendessen findet deutlich später als bei uns statt (zwischen 20.00 und 23.00 Uhr) und ist die Hauptmahlzeit des Tages. Nach der Vorspeise gibt es meist ein Fleischgericht, sehr oft einfach ein saftiges Steak mit Salat.
Zum Nachtisch gibt es z.B. Flan mit Dulce de leche, warmen Quittenkuchen, Obstsalat oder Eis.

Die typischste und berühmteste Mahlzeit in Argentinien ist das berühmte Asado (wörtlich „Gegrilltes“). In kaum einem anderen Land wird so leidenschaftlich gegrillt wie in Argentinien. Das Asado ist eine soziales Ereignis, und wird bei Familienzusammenkünften oder im Freundeskreises veranstaltet. Gegrillt wird hauptsächlich Rindfleisch, vor allem in der Pamparegion. In Patagonien wird dagegen meist Lammfleisch gegessen, da es dort sehr viel Schafzucht gibt. Aber auch andere Fleischsorten kommen gelegentlich zum Einsatz und oft werden mehrere Fleischsorten parallel gegrillt. Als Beilage gibt es Salat und Chimichurri.
Bei großen Festivals wird die traditionelle Variante des Asado praktiziert, bei der das Tier (z.B. ein ganzes Kalb) in wenige Stücke geschnitten wird, die um ein Feuer oder eine Gluthaufen herum aufgespießt werden.


MENÜ

Da wir keinen Balkon haben und die Temperaturen leider auch noch ziemlich winterlich sind können wir leider kein Asado machen. Wir haben uns für folgende argentinische Spezialitäten entschieden:

Vorspeise:
Empanadas Mendocinas
und Empanadas de Atun
Mit Rindfleisch und Thunfisch gefüllte Teigtaschen

Dazu:
Chimichurri
Argentinische Kräutersauce

Hauptspeise:
Locro Argentina
Argentinischer Mais-Eintopf

Nachspeise:
Crema de Dulce de Leche
Sahne-Karamell-Creme

Wovon braucht man wohl am allermeisten für ein argentinisches Essen? Richtig: Fleisch!
Gescheitert sind wir dabei lediglich an der frischen Chorizo, da mussten wir leider auf eine verpackte aus dem Supermarkt zurückgreifen.
Auch frischen Oregano ist gar nicht so leicht zu bekommen. Wir mussten einige Läden abklappern bis wir schließlich beim kleinen griechischen Gemüsehändler um die Ecke fündig wurden.

Los geht’s mit Argentinien: ¡A la mesa e buen provecho!


Empanadas Mendocinas und Empanadas de Atun
Mit Rindfleisch und Thunfisch gefüllte Teigtaschen

IMG_2660_klein     IMG_2661_klein

Die gefüllten Teigtaschen sind in Argentinien sehr beliebt und werden in allen Regionen des Landes gegessen. Man ist sie als Snack zwischendurch oder als Beilage zum Asado. Man kann sie mit den unterschiedlichsten Füllungen zubereiten und dabei natürlich auch gerne selbst kreativ werden, wenn man möchte. Wir haben uns für zwei klassische Füllungen entschieden.
Wenn man den Teig übrigens nicht selber machen möchte kann man auch auf Blätterteig oder Filoteig (Yufka) zurückgreifen.

Zeitaufwand:
ca. 90 Minuten

Zutaten:
Für jeweils ca. 20 Stück

Für den Teig:
700 g Mehl
2 Eigelb
240 g weiche Butter (zimmerwarm)
ca. 400 ml lauwarme Milch
1 TL Salz

Für die Fleischfüllung (Empanadas Mendocinas):
250 g Hackfleisch
1 große weiße Zwiebel, gewürfelt
1 Bund Frühlingszwiebeln , fein gehackt
1,5 hart gekochte Eier, in Scheiben geschnitten
1/8 Tasse geschnittene grüne Oliven
1/4 Tasse Butter
1-2 EL geräucherte Paprika
1-2 EL Chilipulver
0,5-1 EL fein gehackter frischer Oregano
½ EL gemahlener Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer nach Geschmack
1 Ei, Eiweiß und Eigelb getrennt und leicht verquirlt

Für die Thunfischfüllung (Empanadas de Atun):
1 Dose Thunfisch
1 Tomate
1 grüne Paprika
1 Zwiebel
1 Ei
3 Oliven
1 TL Salz
1 Prise schwarzer Pfeffer
1 TL süßes Paprikapulver

Zubereitung:

Für den Teig:
Mehl und Salz vermischen, Butter dazugeben und mit dem Rührgerät verrühren.

Eigelb dazugeben, nochmals mit dem Rührgerät verrühren. Sobald der Teig zu fest wird anfangen ihn mit den Händen zu kneten.

Nach und nach Milch zugeben bis der Teig eine geschmeidige Konsistenz bekommt.

Den Teig vierteln und daraus Bälle formen. Jeweils etwas flachdrücken so dass dicke Scheiben entstehen und für ca. 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Währenddessen können die Füllungen zubereitet werden.

Teig auf einer bemehlten Oberfläche dünn ausrollen. Nun mit einer runden Form (z.B. einer Schüssel) Kreise mit ca. 12 cm Durchmesser ausstechen.

Der Teig ist nun bereit zum befüllen oder kann noch ein paar Stunden im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Für die Fleischfüllung:
Hackfleisch, Paprikapulver, Chili, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel vermengen.

Zwiebel würfeln und in der Butter ca. 10 Minuten weich dünsten. Hackfleischmischung zu den Zwiebeln geben und braten bis das Hackfleisch gar ist.

Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Oliven und Ei würfeln, Oregano hacken. Alles zusammen zur etwas abgekühlten Hackfleischmischung geben und unterrühren.

Für die Thunfischfüllung:
Das Ei hart kochen und abkühlen lassen.

Tomate, Paprika und Zwiebel fein würfeln.

Paprika und Zwiebel in 2 EL Olivenöl für ca. 10 Minuten dünsten, Tomate dazu geben und nochmal ein paar Minuten dünsten. Danach die Pfanne vom Herd nehmen.

Währenddessen das Ei würfeln, Oliven in dünne Scheiben schneiden und mit dem Thunfisch vermischen. Gedünstetes Gemüse dazu geben und alles gut verrühren.

Mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen.

Für die Teigtaschen:
Ofen auf 200 Grad vorheizen

Einen Esslöffel in der Mitte des kreisförmig ausgestochenen Teiges geben. Rundherum mit etwas Eiweiß bestreichen und den Teig so über die Füllung falten dass ein Halbkreis entsteht. Dabei die Füllung mit den Händen etwas zusammen schieben, so dass ein breiter Rand entsteht. Am äußeren Rand beginnend den Teig zwischen zwei Finger nehmen und mit einer leichten Drehung immer ein kleines ein Stückchen zu Mitte hin falten. Um die Empanadas mit verschiedenen Füllungen auseinander zu halten kann man mit der Gabel unterschiedliche Muster in den Rand hineindrücken.

Die Oberseite der Empanadas mit Eigelb betreichen um eine goldgelbe Farbe zu erhalten.

Im vorgeheizten Backofen für ca. 25 Minuten backen und mit Chimichurri servieren.

Unsere Wertung:

Als Vorspeise eignen sich Empanadas, wie ich finde, nicht so gut, da sie viel zu lecker sind! Man muss sich wirklich zwingen mit dem Essen aufzuhören damit die anderen Gänge noch Platz im Bauch haben.
Mir persönlich hat die Rindfleischfüllung etwas besser geschmeckt als die Variante mit Thunfisch, aber alle anderen (wir hatten auch diesmal wieder Gäste zu besuch) fanden sie wohl gleich gut.
Auch der Teig ist gut gelungen und meiner Meinung nach lohnt es sich sehr ihn selbst zu machen, vor allem wenn man die Empanadas besonders authentisch genießen möchte.
8/10 Punkte


Chimichurri
Argentinische Kräutersauce

IMG_2652_klein     IMG_2665_klein

Chimichurri wird in Argentinien Klassischerweise zum Asado gereicht, ist aber auch als Dip für Empanadas sehr beliebt.

Zeitaufwand:
ca. 30 Minuten + 1 Stunde Ziehzeit.

Zutaten:
Für 4 Personen

1 Bund glatte Petersilie
2 EL Weißweinessig oder Limettensaft
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 kleine Chili
6 EL Olivenöl
1 EL getrockneter Thymian
1 EL getrockneter Oregano
1 Lorbeerblatt
1/2 TL grobes Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Petersilie hacken, Knoblauch und Schalotten sehr fein würfeln, Chilischote entkernen und fein hacken.

Alles in einem großen Steinmörser vermischen, Essig/Limettensaft darüber gießen und mit dem Mörser zerdrücken.

Gewürze dazu geben, mit Olivenöl auffüllen und alles gut unterrühren.

Lorbeerblatt dazu geben und für ca. 1 Stunde ziehen lassen.

Als Sauce zum Grillfleisch oder als Dip für Empanadas servieren.

In einem verschließbaren Gefäß kann die Sauce auch für einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Wir haben auch noch eine zweite, etwas einfachere Variante mit Balsamico probiert:
Dazu 3 EL frischen Oregano, 2 EL Petersilie, 4 Knoblauchzehen und 2 Frühlingszwiebeln fein hacken und mit 2 EL Basamico Essig, 5 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer und Chilipulver (nach Belieben) verrühren.

Unsere Wertung:

Sehr frisch, sehr lecker und die perfekte Ergänzung zu unseren Empanadas.
8/10 Punkte


Locro Argentina
Argentinischer Mais-Eintopf

IMG_2653_klein     IMG_2668_klein

Locro ist ein traditioneller Argentinischer Eintopf, der noch aus der Zeit der Quechua-Indianer stammen soll. Er wird besonders im Norden Argentinien gegessen und dort gerne an den Nationalfeiertagen serviert. Er ist neben Asado wohl das bekannteste Nationalgericht des Landes.

Zeitaufwand:
Ca. 3 Stunden inkl. Kochzeit + 12 Stunden Einweichzeit

Zutaten:
Für 6 Personen zum sattessen

450 g Kalbsgulasch
450 g Schweineschulter
frisch gem. Pfeffer
250 g Chorizo
1 kleiner Kürbis
200 g getrocknete Bohnen
200 g getrocknete Kichererbsen
1 große Dose Mais
1 Maiskolben
1 Zwiebel
1-2 Frühlingszwiebeln
8 Knoblauchzehen
1 EL Tomatenmark
8 EL Olivenöl
Saft von einer Zitrone
1½ TL Paprikapulver
½ TL Chiliflocken
1 TL Oregano
½ TL Cumin
1 Lorbeerblatt
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Bohnen und Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und beiseite stellen.

Schweinschulter in gleich große Stücke schneiden wie das Kalbsgulasch. Fleisch salzen und pfeffern und in einem großen Topf mit Olivenöl scharf anbraten. Fleisch aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Chorizo in Scheiben schneiden und im selben Topf ebenfalls anbraten, aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Zwiebel und 6 Knoblauchzehen würfeln und wieder im selben Topf für einige Minuten anschwitzen. Evtl. vorher noch etwas Olivenöl dazu geben.

Tomatenmark, Oregano und Cumin unter die Zwiebeln rühren und kurz mitbraten.

Fleisch, Mais, Bohnen, und Kichererbsen in den Topf geben und mit ca. 2 l Wasser aufgießen. Lorbeerblatt hinzufügen.

Kürbis entkernen, schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Maiskolben in Scheiben schneiden. Beides ebenfalls in den Topf geben.

Suppe kurz aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze etwa 2 h ohne Deckel kochen lassen. Der Eintopf sollte am Ende eine dickflüssige Konsistenz haben.

In der Zwischenzeit aus ca. 4 EL Olivenöl, Paprikapulver, Chiliflocken und 2 fein gehackten Knoblauchzehen eine Sauce rühren.

Eintopf mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit dem Chili-Paprika-Öl und ein paar fein geschnittenen Frühlingszwiebeln servieren.

Unsere Wertung:

Ein leckerer Eintopf, besonders für Fleischliebhaber. Für mich etwas zu gehaltvoll (vor allem nach den Empanadas), aber geschmacklich mal etwas ganz Neues und wirklich sehr, sehr lecker! Kommt auf jeden Fall auf unsere Liste mit Rezepten die man sich merken muss.
7,5/10 Punkte


Crema de Dulce de Leche
Sahne-Karamell-Creme

IMG_2676_klein

Dulce de Leche ist in Argentinien die Basis für fast alle Süßspeisen und so war die Auswahl der Desserts die man daraus herstellen kann groß. Aber als wir dieses Rezept gefunden hatten, waren wir uns schnell einig dass kein Weg daran vorbeiführt.
Leider haben wir vergessen ein Foto vom unverarbeiteten Dulce de Leche zu machen.

Zeitaufwand:
Ca. 2 Stunden + Kühlzeit

Zutaten:
Für 4-6 Personen

3 l Vollmilch
1 Vanilleschote
1 kg Zucker
1 TL Natron
450 g Sahne
ca. 8 EL gemischte Beeren (tiefgekühlt oder frisch, je nach Saison)
2 EL Schokoraspel

Zubereitung:

Milch in einem Topf auf mittlerer Flamme erhitzen.

Das Mark aus der Vanilleschote heraus schaben und zur Milch geben. Zucker dazu geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren in der Milch schmelzen lassen bis er sich vollständig aufgelöst hat.

Wenn die Milch aufkocht, Natron unterrühren. Die Hitze reduzieren und unter ständigem Rühren weiter köcheln lassen bis die Mischung eindickt.

Mit einem Kochlöffel kann man testen ob das Dulce de Leche fertig ist:
Wenn beim Umrühren der Boden des Topfes sichtbar ist und die Mischung eine Hellbraune Farbe hat, ist sie fertig.

Topf vom Herd nehmen, in ein Eisbad stellen und unter ständigem Rühren abkühlen lassen, damit sich keine Haut bildet.

In ein luftdichtes Gefäß füllen und im Kühlschrank vollständig abkühlen lassen.

Wenn das Dulce de Leche kalt ist, 500 g davon abwiegen (Den Rest kann man im Kühlschrank aufbewahren und als leckeren süßen Brotaufstrich verwenden) und zusammen mit der Sahne in einer Schüssel halbsteif schlagen.

Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und für mind. 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Danach erneut mit dem Handrührgerät zu einer dicken Creme aufschlagen.

Mit dem Spritzbeutel in mehreren Lagen abwechselnd Creme und einige Beeren füllen. Die oberste Schicht der Creme mit ein paar Beeren und Schokoraspel verzieren.

Unsere Wertung:

Bis jetzt die absolut beste Nachspeise unserer Schlemmerweltreise! Das Dulce de Leche allein ist schon ein Gedicht, aber als Sahnecreme wirklich kaum noch zu toppen. Die Kombination der süßen Creme mit den leicht säuerlichen Beeren ist meiner Meinung nach perfekt und setzt dem ganzen noch die Krone auf. Wäre es nicht so eine schlimme Kalorienbombe würden wir jeden Tag Dulce de Leche essen! Den halben Punkt Abzug gibt es eigentlich nur für den relativ hohen Aufwand.
9,5/10 Punkte


UNSER FAZIT:

Die Reise nach Argentinien hat sich sehr gelohnt! Wir hatten viel Spaß beim Füllen und Formen der Empanadas, haben lecker gegessen und hatten einen schönen Abend mit lieben Freunden und argentinischem Wein.
Nächste Station: Armenien

 

 

 

 

Advertisements