Bhutan (22/197)

Das Königreich Bhutan, das den mysthischen Beinamen „Land des Donnerdrachens“ trägt, ist ein kleiner Binnenstaat in Südasien.

Obwohl die traditionelle Küche Bhutans von den Nachbarn China, Tibet und Indien beeinflusst wurde, konnte sie sich stets ihren einzigartigen Charakter bewahren.
Die herausragendste Besonderheit ist die Schärfe der bhutanischen Gerichte und die übermäßige Verwendung von Chilischoten. Chili ist in Bhutan kein Gewürz, sondern ein Gemüse. Egal ob gekocht oder roh, gehackt oder im Ganzen, geröstet oder gemahlen, man findet sie in fast allen Gerichten. Sogar kleine KInder bekommen schon etwas Chili in ihr Essen und werden von Klein auf an die Schärfe der Gerichte gewöhnt.
Woher die große Leidenschaft für Chillies kommt ist unklar, aber vermutlich half es den Bhutanern dabei ihre Körpertemperatur zu steigern, vor allem zu Zeiten als es noch keine Heizungen gab.
Neben Chillies erfreuen sich auch Milchprodukte großer Beliebtheit, vor allem Käse und Butter. Käse wird allerdings fast ausschließlich zum Kochen verwendet und selten roh gegessen. Eine Ausnahme ist Churpi: Kleine Käsestücke werden auf einer Kordel hängend für einige Monate in der Sonne getrocknet bis sie steinhart sind. Die Stücke werden dann von den Einheimischen gelutscht wie Bonbons. Angeblich hilft es dabei den Körper warm zu halten.
Wichtigstes Grundnahrungsmittel Bhutans ist Reis. Eine Besonderheit des Landes ist der rote Reis, der auch in großer Höhe angebaut werden kann und einen nussigen Geschmack aufweist.
Von großer Bedeutung für die Küche des Landes ist das Yak. Neben Fleisch und Milch wird z.B. auch die Haut verwertet und in getrockneter Form als Snack gegessen. Obwohl es ein überwiegend buddhistisches Land ist, wird auch Fleisch in der bhutanischen Küche sehr geschätzt. In manchen Gegenden aber ist das Schlachten von Tieren nicht erlaubt und es darf nur Fleisch von Tieren gegessen werden, die durch einen Unfall ums Leben gekommen sind.

Essgewohnheiten:
In Bhutan werden in der Regel drei Mahlzeiten am Tag eingenommen, wobei diese sich nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Eine typische bhutanische Mahlzeit besteht aus Reis und so vielen verschiedenen Gerichten wie man es sich leisten kann. Eventuell gibt es noch eine andere Sättigungsbeilage, wie z.B. Buchweizenpfannkuchen, Nudeln oder Porridge. Auch die beliebten Chilies werden zu jeder Tageszeit gegessen.
Gegessen wird mit der rechten Hand. Dazu wird der Reis zu einem Bällchen geformt das dann in die Soße getunkt wird.
Die Bhutaner essen keine Nachspeisen wie wir sie kennen, sondern kauen nach dem Essen ein Stück Betelnuss, das sie Doma nennen. Eine Mahlzeit ist nicht richtig beendet ohne ein Stück Doma. Es ist fürdie Bhutaner ein Symbol für Geselligkeit und soll zudem noch die Verdauung fördern.

Wer mehr über die Küche und das Land Bhutan erfahren will, sollte sich unbedingt den Bhutan – Food and Travel Guide vom großartigen Food-Vlogger Mark Wiens anschauen!

Landestypische Nahrungsmittel und Zutaten:
Grundnahrungsmittel:
– Reis, Mais, Buchweizen
– Linsen
Fleisch und Fisch:
– Schwein, Rind, Yak und Huhn, Hammel, Lamm
– Getrocknetes Fleisch, Schweinespeck
Gemüse und Früchte:
– Chili, Kartoffeln, Spinat, Kohl, Rettich, Rüben, Kürbis, Bittermelonen, grüne Bohnen, Tomaten, Zwiebeln
– Pilze, Farnkraut, Rübenkraut, Flusstang, Orchideen, Bananenblütenknospen
– Zitrusfrüchte, Melonen, Bananen, Äpfel, Birnen, Mango, Papaya, Ananas, Tamarillos
Kräuter und Gewürze:
Szechuan Pfeffer (Thingay/Thingey), Kardamom, Kurkuma, Koriander, Ingwer, Knoblauch
Sonstige Zutaten:
Butter, Käse, Eier

Landestypische Gerichte:
Speisen:
Ema datshi: Chillies mit Käsesoße
Kewa datshi: 
Kartoffeln mit Käsesoße
Shamu datshi: 
Pilze mit Käsesoße
Shakam ema datshi:
Getrocknetes Rindfleisch und Chillies mit Käsesoße
Shakam paa: 
Getrocknetes Rindfleisch mit Chillies und Rettich
Phaksha paa:
Schweinefleisch, mit Chillies und Gemüse
Sikam paa:
Getrockneter Schweinebauch mit Chillies
Yaksha shakam:
Getrocknetes Yakfleisch mit Chillies
Juma:
Bhutanische Wurst aus Hackfleisch, Reis und Gewürzen
Gondo datshi:
Rührei mit Butter und Chillies
Jasha maru:
Bhutanisches Hühnercurry
Momos:
Gefüllte Teigtaschen
Hoentay: Gefüllte Teigtaschen aus Buchweizen
Goen Hogay:
Bhutanischer Gurkensalat
Khur-le:
Pfannkuchen aus Buchweizen
Puta:
Nudeln aus Buchweizen
Ezay: Bhutanische Chili Salsa
Getränke:
Suja/Seudja: Tee mit Salz und Butter
Naja/Nadja: Tee mit Milch und Zucker
Ara/Arag: Schnaps aus Reis, Weizen oder Mais
– Bier, Whisky, Gin und Rum

Zu den Gerichten finden sich meist viele unterschiedliche Schreibweisen. Das liegt daran, dass in Bhutan neben der Amtsprache Dzongkha noch einige andere Sprachen gesprochen werden, und diese oft noch in verschiedenen Dialekten. Da keine der Sprachen mit der uns bekannten römischen Schrift geschrieben wird, ist es reine Auslegungssache wie die Sprachlaute interpretiert und in unsere Schrift übertragen werden.


MENÜ

Vorspeise:
Hoentay
Gefüllte Teigtaschen aus Buchweizen
mit
Ezay
Chili Salsa

Hauptspeise:
Ema Datshi
Chillies mit Käsesoße
und
Kewa Datshi
Kartoffeln mit Käsesoße

Beilage:
Goen Hogay
Bhutanischer Gurkensalat

Außerdem:
Eine Mischung aus rotem Reis und Basmatireis und Ezay (siehe oben)

Nachspeise:
Suja
Buttertee

Käse und Chili ist das Motto dieses Menüs! Für die verschiedenen Chilisorten (unter die sich auch ein paar scharfe Paprikas gemogelt haben) waren wir bei unserem tollen türkischen Supermarkt, der eine riesige Auswahl an Obst und Gemüse hat. Da gab es dann zum Glück auch gleich noch die exotischste Zutat dieses Menüs: Eine Tamarillo!

   


REZEPTE

Hoentay
Gefüllte Teigtaschen aus Buchweizen

   

Diese Teigtaschen sind ähnlich wie Momos, die im ganzen Himalayagebiet bekannt sind und auch in Bhutan ein beliebter Snack sind. Da Momos aber ursprünglich aus Tibet bzw. Nepal stammen, haben wir uns für diese Variante entschieden. Hoentay kommen aus dem Haa Tal in Bhutan und werden aus Buchweizenmehl hergestellt.

Zeitaufwand:
ca. 2 Stunden + 25 Minuten Dämpfzeit

Zutaten:
Für ca. 25-30 Stück

Füllung Spinat/Rübe:
2 kleine weiße Rüben
200g Spinat
1 EL schwarze Senfsamen
Füllung Pak Choi:
500 g Pak Choi
3 EL Mohnsamen
Dazu jeweils (Mengenangaben sind für EINE der beiden Füllungen):
1/2TL Szechuanpfeffer
2 Knoblauchzehen
2 cm Ingwer
1 kleine rote Zwiebel
85 g milder Feta/Frischkäse oder Hüttenkäse
1-3 TL Chilipulver (nach Belieben)
1/2 TL Salz
100 g Butter
Teig (Mengenangaben sind für EINE der beiden Füllungen):
280 g Weizenmehl
140 g Buchweizenmehl
240 ml Wasser

Zubereitung:
Pak-Choi-Füllung:
Ausreichend Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Pak Choi hineingeben und im sprudelnden Wasser ca. 4-5 Minuten garen. Danach abgießen und etwas abkühlen lassen. Mit Hilfe eines sauberen Küchentuchs soviel wie möglich Flüssigkeit herauspressen und in eine Schüssel geben.
Mohnsamen zusammen mit dem Szechuanpfeffer im Mörser zerstoßen und zum Gemüse in die Schüssel geben. Nächster Schritt siehe unten.

Rübe-Spinat-Füllung:
Ausreichend Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Pak Choi hineingeben und im sprudelnden Wasser ca. 3 Minuten garen. Danach abgießen und etwas abkühlen lassen.
Währenddessen die Rübe schälen, raspeln und in eine Schüssel geben.
Mit Hilfe eines sauberen Küchentuchs soviel wie möglich Flüssigkeit aus dem Spinat herauspressen und zu der geraspelten Rübe in die Schüssel geben.
Mohnsamen zusammen mit dem Szechuanpfeffer im Mörser zerstoßen und zum Gemüse in die Schüssel geben.

Nächsten Schritte für beide Füllungen: (Mengenangaben in der Zutatenliste sind für jeweils EINE Füllung)
Ingwer, Knoblauch und Zwiebel sehr fein hacken und zu dem gewürzten Gemüse in die Schüssel geben. Käse, Chilipulver und Salz dazu geben und alles gründlich vermengen.

Butter in einem kleinen Topf schmelzen und bei mittlerer bis hoher Temperatur für ca. 4 Minuten unter ständigem Rühren bräunen. Wenn die Butter beginnt eine rötlich-braune Farbe zu bekommen sofort vom Herd nehmen. Etwas abkühlen lassen und dann über die jeweilige Gemüsemischung gießen. Gut durchrühren und zum Abkühlen in den Kühlschrank stellen.

In der Zwischenzeit die beiden Mehlsorten in einer großen Schüssel miteinander vermengen. Langsam Wasser zugeben mit den Knethaken eines Rührgerätes zu einem Teig kneten. Dann mit der Hand weiterkneten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Wenn der Teig zu klebrig ist, noch etwas mehr Mehl dazu geben. Die Mengenan

Der Teig kann nun auf 2 Arten gefüllt werden:

Entweder den Teig etwa 2 mm dick ausrollen und Kreise von etwa 10 cm Durchmesser ausstechen. Ca. 2 gehäufte Teelöffel Füllung in die Mitte geben, den Teig darüber fallen sodass ein Halbkreis entsteht und die Enden mit den Fingern zusammendrücken.

Oder ein etwa walnussgroßes Kügelchen formen, mit dem Finger ein Loch hineindrücken. Die Füllung hineingeben, die Ränder etwas auseinander ziehen und mit den Finger zusammendrücken.

Am Ende sollten sie in etwa so aussehen wie auf dem Bild oben.

Gefüllte Teigtaschen in einen Dampfgarer geben und für ca. 25 Minuten dämpfen.

Auf einem Teller mit Küchenpapier etwas abtropfen lassen und dann mit Ezay servieren.

Unsere Wertung:
Bei der Füllung mit Rübe und Spinat war mir der Geschmack der Senfsamen viel zu aufdringlich.  Die Füllung mit Pak Choi schmeckte meiner Meinung nach um Welten besser. Die Teighülle war gut und hatte eine angenehme Konsistenz, hätte aber vielleicht etwas Salz vertragen können. Zusammen mit dem Ezay war es ein interessantes Gericht, aber so richtig umgehauen haben mich die bhutanischen Teigtaschen nicht.
6/10 Punkte


Ezay
Chili Salsa

   

Ezay ist ein Gericht, das irgendwo zwischen Salat, Dip und Soße angesiedelt ist. Es gibt viele verschiedene Zubereitungsarten und fast genauso viele unterschiedliche Schreibweisen. Z.B. Azay, Eze, Esay oder Aezay. Es ist essentiell in der bhutanischen Küche und darf zu keiner Mahlzeit fehlen, auch nicht beim Frühstück.

Zeitaufwand:
Ca. 20 Minuten + evtl. Einweichzeit für die getrockneten Chillies

Zutaten:
Für 4-6 Personen als Beilage

50 g unterschiedliche Chilisorten
(z.B. getrocknete rote, frische grüne und frische rote Chillies)
1 Tamarillo oder Tomate
4 cm Ingwerwurzel
1 kleine rote Zwiebel
50 g Koriandergrün
1 TL Szechuanpfeffer
Salz nach Geschmack
1 -2 EL Feta oder Hüttenkäse (nach Belieben)
2-4 EL Pflanzenöl

Zubereitung:
Wenn rote Chillies verwendet werden, am besten vorher einige Stunden einweichen.

Für einen intensiveren Geschmack können die frischen Chillies und die Tomate/Tamarillo geröstet werden. Dazu einfach auf ein Backblech legen und 10 Minuten unter den heißen Backofengrill schieben.
Die Tamarillo, falls verwendet vor dem rösten halbieren und die Schale ein paar mal einstechen und wenn sie aus dem Backofen kommt das Fruchtfleisch aus der Schale kratzen. Die Tomate kann mit Haut verwendet werden.

Danach alles fein hacken und in eine Schüssel geben. Eingeweichte getrocknete Chillies ebenfalls klein hacken und dazu geben.

Ingwer reiben, Zwiebel und Koriander fein hacken und alles dazu geben. Den Szechuan Pfeffer im Mörser zerstoßen, ebenfalls dazu geben und alle gut verrühren.

Wer möchte kann nun noch zerbröselten Feta oder Hüttenkäse dazu geben und etwas Öl unterrühren.

Wir haben uns bei diesem Menü dafür entschieden die Zutaten zu halbieren und eine Tomaten- und eine Tamarillo-Version zu machen. In das Tomaten-Ezay haben wir Öl und Feta dazu gegeben aber beim Tamarillo-Ezay haben wir es weggelassen um den Geschmack der Frucht besser herauszuschmecken.

Unsere Wertung:
Zu den Hoentay passten die Soßen perfekt und auch für die Hauptgerichte waren sie das exotisch-scharfe i-Tüpfelchen. Die Version mit Tomate ist vielleicht etwas besser für unseren europäischen Gaumen geeignet, da der Käse die Schärfe etwas mildert. Wer es aber gerne etwas pikanter mag, sollte unbedingt die Version mit Tamarillo versuchen, die der Salsa eine fruchtig-saure und besondere Note verleiht. Beim nächsten Mal würde ich etwas weniger Szechuanpfeffer verwenden, dessen leicht seifiger Geschmack mir in beiden Varianten eine Spur zu viel war. Insgesamt aber waren beide Soßen sehr lecker und Ezay gehört zu einem bhutanischen Menü zwingend dazu.
7,5/10 Punkte


Ema Datshi
Chillies mit Käsesoße

   

Ema Datshi vereint die zwei Hauptzutaten des Landes: Chili und Käse. Es ist das unbestrittene Nationalgericht Bhutans und es wird  jeden Tag und zu jeder Tageszeit gegessen.

Zeitaufwand:
Ca. 40 Minuten inkl. Kochzeit

Zutaten:
Für 4 Personen

250 g grüne mittelscharfe Chillies
1 Zwiebel
2 TL Pflanzenöl
2 Tomaten
5 Knoblauchzehen
250 g Käse (z.B. eine Mischung aus Feta, Gorgonzola und Cheddar)
1 TL fein gehacktes Koriandergrün

Zubereitung:
Chillies vierteln und entkernen (wer es gerne scharf mag, kann die Kerne auch drin lassen), Zwiebeln halbieren und in feine Ringe schneiden.

Beides in einen Kochtopf geben und etwa 300 ml Wasser zugeben. Das Gemüse sollte gerade so vom Wasser einigermaßen bedeckt sein. Öl dazu geben, zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze für 10 Minuten ohne Deckel kochen lassen.

Inzwischen die Tomaten achteln oder würfeln. Wenn das Gemüse fertig gekocht ist, Tomaten dazu geben und Knoblauch hineinpressen. Für weitere 2-3 Minuten köcheln lassen.

Käse in kleine Stücke schneiden und dazu geben. Nochmals für 2-3 Minuten köcheln lassen bis der Käse sich aufgelöst hat.

Fein gehacktes Koriandergrün unterrühren, vom Herd nehmen und zugedeckt für 2 Minuten ruhen lassen.

Mit rotem Reis, Basmatireis oder einer Mischung aus beidem servieren.

Unsere Wertung:
Diese Gericht hat mir ausgesprochen gut geschmeckt. Durch die Käsesoße hatte es fast etwas Italienisches, aber zusammen mit den Beilagen (Ezay und Goen Hogay) ergibt sich eine herrlich exotische Kombination die ich so bisher nicht kannte. Da es auch noch unglaublich schnell und einfach zuzubereiten ist, wird es bestimmt nochmal auf unserem Speiseplan stehen.
8/10 Punkte


Kewa Datshi
Kartoffeln mit Käsesoße

   

Kewa Datshi ist ähnlich wie Ema Datshi, nur mit Kartoffeln als Hauptzutat statt Chillies.

Zeitaufwand:
Ca. 45 Minuten inkl. Kochzeit

Zutaten:
Für 4 Personen

6 Kartoffeln
1 EL Pflanzenöl Öl
½ TL Salz
120 g Käse (z.B. eine Mischung aus Feta, Frischkäse und Gouda)
1 rote Zwiebel, in Würfel
1 kleine Tomate
1/2 – 1 TL Chilipulver (nach Belieben)

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen, halbieren und in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden.

Kartoffelstücke mit Öl und Salz in einen Topf geben und etwa 400 ml Wasser zugeben, so dass die Kartoffeln gerade so vom Wasser bedeckt sind. Zum Kochen bringen und für ca. 15 Minuten kochen lassen, bis die Kartoffeln fast gar sind.

Unterdessen den Käse in kleine Stücke schneiden und die Tomate und die Zwiebel würfeln.

Wenn die Kartoffeln fast gar gekocht sind, den Käse, Zwiebeln, Tomaten und das Chilipulver zugeben und für einige Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind.

Wenn das Kewa Datshi zu dickflüssig erscheint, kann noch etwas Wasser dazu gegeben werden.

Mit rotem Reis, Basmatireis oder einer Mischung aus beidem servieren.

Unsere Wertung:
Kewa Datshi erinnert geschmacklich an Kartoffelgratin. Auch hier geben erst die Beilagen dem Gericht den asiatischen Touch. Es ist ebenso einfach zuzubereiten wie Ema Datshi und vor allem für Kartoffelliebhaber wie mich, ein tolles Gericht.
8,5/10 Punkte


Goen Hogay
Bhutanischer Gurkensalat

Goen Hogay, von den Einheimischen auch Hogi genannt, ist eines der wenigen kalten Gerichte aus der bhutanischen Küche und eine sehr beliebte Beilage zu jeder Mahlzeit. Es wird von den Bhutanern ebenso gerne als Snack oder zu einem Gläschen Wein oder Ara gegessen.

Zeitaufwand:
Ca. 15 Minuten

Zutaten:
Für 4 Personen als Beilage

200 g Gurke
1 rote Zwiebel
1 milde rote Chili
50 g Feta
1 TL Chiliflocken
1/2 TL Szechuanpfeffer
Salz nach Geschmack
2 EL gehacktes Koriandergrün
Ein paar Tropfen Pflanzenöl

Zubereitung:
Gurke halbieren, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel halbieren und in feine Ringe schneiden. Chilli in feine Ringe schneiden und alle in eine Schüssel geben.

Feta hineinbröseln und Chiliflocken dazu geben. Szechuanpfeffer im Mörser zerstoßen und ebenfalls dazu geben. Gut durchrühren.

Mit Salz abschmecken und das Koriandergrün und ein paar Tropfen Öl unterrühren.

Unsere Wertung:
Dieser leckere Salat ist eine Art asiatische Version von griechischem Salat und eine schöne, erfrischende Ergänzung zu den Käsesoßen.
8/10 Punkte


Suja
Buttertee

Da es in Bhutan keine Süßspeisen gibt, haben wir uns für Suja als „Nachspeise“ entschieden.
Er wird besonders gerne als wärmendes Getränk zum Frühstück genossen, aber auch nach den Mahlzeiten wird gern noch eine Tasse getrunken. Traditionell wird er mit Yak-Butter und Yak-Milch zubereitet.

Zeitaufwand:
ca. 10 Minuten

Zutaten:
Für 4 große Tassen

1 l Wasser
2-4 Beutel kräftiger schwarzer Tee (z.B. PG Tips)
1/4 TL Salz
2 EL Butter
120 ml Milch

Zubereitung:
1 Liter Wasser zum Kochen bringen.

Je nach gewünschter Stärke 2-4 Teebeutel hinzufügen und ca. 2 Minuten köcheln lassen bis der Tee gezogen ist.

Teebeutel heraus nehmen. Dann Salz und Milch hinzufügen, umrühren und vom Herd nehmen.

Butter hinein geben und für 1-2 Minuten verquirlen. Entweder mit einem Stab- oder Standmixer oder in ein großes Glas mit gut schließendem Deckel geben und gut durchschütteln

Sofort servieren, der Tee sollte unbedingt noch heiß getrunken werden.

Unsere Wertung:
Das Salz schmeckte man kaum heraus und dadurch war der Tee gar nicht so ungewöhnlich wie erwartet. Wenn man im bhutanischen Hochgebirge früh am Morgen aus seinem Bett gekrochen kommt, und einem die Kälte in die Knochen kriecht, ist dieses Getränk bestimmt genau das richtige. Zusätzlich ist der hohe Fettgehalt wahrscheinlich eine gute Vorbereitung für den Magen auf die scharfen Chillies, die einen schon zum Frühstück erwarten.
Hier in München, als Nachspeise nach einem Menü mit soviel Käse, aber irgendwie nicht so ganz passend.
5/10 Punkte


UNSER FAZIT:

Bhutan gehört auf jeden Fall zu den Interessantesten Stationen auf unserer Reise. Die Küche ist ganz anders als alles was man bisher kannte und führt uns mal wieder vor Augen, warum die Schlemmerweltreise so ein schönes Projekt ist: Es ist so toll, neue Gerichte vom anderen Ende der Welt kennenzulernen mit denen man sonst nie in Berührung gekommen wäre.
Die Reste von den beiden Datshis haben wir übrigens am nächsten Tag einfach zusammengeschüttet und nochmal aufgewärmt. Die Mischung aus beiden Gerichten hat mir noch besser geschmeckt als die einzelnen Gerichte.
Nächste Station, auf die wir uns schon sehr freuen: Bolivien!


REZEPTIDEEN UND INSPIRATION:

migrationology.com/bhutanese-food/
safaritheglobe.com/bhutan/culture/food-drinks/
kesanggreenkitchen.wordpress.com
thehindu.com/features/metroplus/Food/In-unknown-taste-territories/article16131990.ece
asian-recipe.com/bhutan/bh-vegetarian-recipes.html
kesanggreenkitchen.wordpress.com/recipes
www.hmraemisch.de
ediblyasian.info/recipes/hapai-hantue
mattandemilyinbhutan.blogspot.de/2012/10/hoentay-hootenanny.html
yeewongmagazine.com/lomba-special-hoentay-in-haa/https://youtu.be/WQHMCKTeZD0
thozowasho.blogspot.de/2015/01/tshomins-tree-tomato-ezay.html
thesoupspoon.com/portfolio-item/ezay/
youtube.com/watch?v=M7YJeMdp1Pc
youtube.com/watch?v=LI5dOCJgjpQ
youtube.com/watch?v=nwnrwT5CXtE
cuisimonde.com/laender-und-regionalkuechen/asien/bhutan/kewa-datshi-kartoffeln-und-k-auml-se.html
dekilicious.blogspot.de/2015/06/cucumber-hogay-traditional-cold-dish.html
karmakrazy.wordpress.com/2013/05/25/cucumber-salad-bhutanse-style/
yowangdu.com/tibetan-food/butter-tea.html

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